Schon früh spielt das Baby mit seinen Händen, betrachtet staunend seine Finger und schon bald entdeckt es seinen Zeh. Jedes Baby hat das Zeug zum Spielen, auch ohne viel Spielzeug. Natürlich sind einige Spielsachen sinnvoll und unterstützen Babys Entwicklung (s. Spielzeug), doch wichtiger als jedes Spielzeug sind die Eltern als Spielpartner. Die zärtliche Zuwendung im gemeinsamen Spiel mit dem Kind ist ein untrügliches Zeichen elterlicher Liebe. Die Eltern sind Impulsgeber, Spielpartner und geben Sicherheit. Spielen bedeutet sowohl für das Baby, als auch für die Eltern Freude, Erholung und Erlebnis.

Hier einige Vorschläge zum Spielen, die auf die Entwicklung des Kindes abgestimmt sind.  

   

 

Babys erster Ohrenschmaus


Das Gehör ist das Sinnesorgan, das als erstes ausgereift ist. Bereits Ende des sechsten Schwangerschaftsmonates hört das Baby mit. Das Neugeborene erfährt seine Welt vor allem mit seinen Ohren. Schon bald kann es die mütterliche Stimme von anderen unterscheiden.

 

Im ersten Vierteljahr

 

Singen: Von Anfang an sollten dem Baby Kinderlieder vorgesungen werden. Dabei kann das Baby auch herumgetragen und im Rhythmus der Musik bewegt werden. Das Singen ist die wichtigste erste Musik für das Baby, dabei spielt es keine Rolle, wie gut gesungen wird.

Musik: Kleine Musikstücke können auch per Instrument vorgetragen werden, z.B. Flöte, Gitarre oder Geige. Es sollte aber nicht zu schnell oder zu laut sein.

Spieluhr: Die Melodie einer Spieluhr kann dem Baby schon im Mutterleib vorgespielt werden. Sobald es auf der Welt ist, sollte dem Baby eine Melodie vertraut werden, nach der er schon bald vergnügt strampeln wird.

Glöckchen und Klangstäbe: Geräusche von Glöckchen oder Klangstäben faszinieren schon das kleinste Baby. Daher sind an Kinderwagenketten oft Glöckchen integriert. Schön ist auch ein Klangspiel am Fenster, das durch einen Luftzug zarte Töne von sich gibt. Schon bald wird das Baby in die Richtung des Geräusches schauen.

Rasseln: Auch Rasseln sind jetzt schon reizvoll. Sie sollten ca. 20 cm vor das Babygesicht gehalten werden, so kann das Kleine die Quelle des Rasselns identifizieren. Rote Farben können am besten gesehen werden.  

 

 

Im zweiten Vierteljahr

 

Ab dem vierten Monat kann das Baby eine Rassel selber halten und greift schon bald gezielt danach. Rasseln und Klappern aus Holz liegen besser in der kleinen Hand. Entweder wird das Geräusch allein aus den Holzringen oder –perlen erzeugt, vielleicht hängt auch ein kleines Glöckchen mit daran.

 

Quietschtiere: Das Baby liebt hohe, schrille Töne. Quietschtiere gibt es mittlerer weile auch aus Stoff, so müssen es nicht unbedingt Plastiktiere sein.

Wasser-Klatschen: Beim Baden können dem Baby ganz neue Geräusche aufgezeigt werden. Das Klatschen mit der flachen Hand auf das Wasser, das Auskippen eines Bechers oder das Auswringen eines Schwammes ergeben schöne Geräuschquellen.

Knittern, rascheln und reißen: Jedes Baby entdeckt früher oder später seine Leidenschaft für Papier. Um den Kontakt mit Druckerschwärze zu vermeiden, kann dem Baby Seidenpapier oder Schreibpapier gegeben werden. Einige Spielzeugläden bieten auch spezielle Knistertücher an, die außen mit Stoff umgeben sind und gerne in den Mund genommen werden können.

Lachen: Das Baby kann jetzt selber lachen und juchzen. Mit Kitzeln, dem Aneinanderreiben der Nasen oder dem Pusten auf den Bauch werden viele Babys zum lachen gebracht.    

 

 Im zweiten Halbjahr

 

Im zweiten Lebenshalbjahr lernt das Baby, sich fortzubewegen und auch zu sitzen. Daher sind nun Klangspiele gefragt, die darauf abgestimmt sind. Das bedeutet natürlich nicht, dass die oben genannten Dinge langweilig werden.

 

Rasselrolle: Eine Rolle oder Kugel, die rasselt, ist für das Baby faszinierend und regt es dazu an, hinterher zu robben . Solches Spielzeug ist leicht selber zu machen (s. Bastelstunde).  

Trommeln: Das Baby sitzt auf dem Boden (evtl. abgestützt) vor einer Papptonne und darf mit einem Kochlöffel selber darauf hauen. Später eignen sich auch Kochtöpfe.

Poltern: Das Baby kann nun auch schon Dinge aus der Hand fallen lassen und dem polternden Geräusch lauschen. Holzbauklötze eignen sich dazu gut.

Im Takt bewegen: Fast jedes Kind beginnt, beim Musikhören mit dem Oberkörper zu wiegen. Gern tanzt es auch bei der Mutter oder dem Vater auf dem Arm.

Kinderverse und Fingerspiele: Einfache Reime und Fingerspiele entzücken das Kind. 

Hundespiel: Mutter oder Vater kriecht auf allen Vieren und bellt wie ein Hund, beschnüffelt und beißt das Baby. Das Kind krabbelt dabei mit.

Autospiel: Eltern und Kind sind Autos. Mit lautem „Brumm-Brumm“ krabbeln sie um die Wette.

Benennen: Einfache Dinge (Nase, Mund, Augen, Ball, Teddy,...) werden deutlich benannt und gezeigt. Das prägt sich ein.

Tierstimmen: Beliebt sind beim Baby auch die Imitation der verschiedenen Tierlaute. Später identifiziert es die Tiere selber daran.

 

 

Babys schönste Augenweide

Die Augen sind eines der wichtigsten Sinnesorgane der Babys. 90 Prozent aller Eindrücke nimmt das Baby über seine Augen auf. Das Sehen entwickelt sich aber langsamer als das Hören. Das Neugeborene sieht wahrscheinlich nur ein Gewirr aus Hell und Dunkel. Mit einer Woche sieht es dann etwas schärfer, aber nur bis 20 Zentimeter. Als erste Farbe erkennt das Baby Rot, erst Ende des ersten Lebensmonates kommen Blau, Gelb und Grün dazu. Dies sollte beim Kauf von Spielzeug beachtet werden.

 

Im ersten Vierteljahr

 

Rot: Im ersten Monat freut sich das Baby, wenn ihm ein roter oder rot-weißer Gegenstand in ca. 20 Zentimeter Entfernung vor die Augen gehalten wird. Vielleicht ein Frotteepüppchen oder ein Ball. Konturen können schon erkannt werden.

Rot-weiße Rassel: Da das Baby bereits aufmerksam lauscht, interessiert es sich ab dem zweiten Monat auch für eine rote oder rot-weiße Rassel. Es kann dann auch schon zwischen einem Püppchen und einer Rassel unterscheiden. Zuviel unterschiedliche Sachen braucht es aber nicht.

Luftballon-Gesicht: Babys lieben Gesichter. Wenn es nicht das Gesicht der Mutter sieht, freut es sich auch über ein anderes. Ein roter Luftballon kann mit Gas gefüllt werden und mit weißer Fingerfarbe ein Gesicht erhalten. Am Bettchen befestigt, wird es das Baby erfreuen.

Bewegungsspiele für die Augen: Schon bald kann das Baby mit den Augen folgen, wenn z.B. die Rassel vor seinen Augen bewegt wird. Es gewinnt Freude an allem Rot-Weißen, das sich bewegt.

Mobile: Mobiles eignen sich vor allem über dem Bettchen und über der Wickelkommode. Dabei sollte beachtet werden, dass dreidimensionale Figuren für die Betrachtung von unten interessanter sind. Andere Mobiles sollten etwas versetzt aufgehängt werden, damit das Baby etwas davon hat. 

Kerzenlicht: Gemeinsam mit dem Baby in ein Kerzenlicht schauen, dabei schmusen, singen oder zärtlich sprechen, vermittelt dem Baby das Gespür, dass Kerzenlicht Gemütlichkeit auslöst.

Lichtkegel: In dämmrigen Licht wird das Baby fasziniert mit seinen Augen dem Lichtkegel einer Taschenlampe folgen.

Wagenkette: Schon jetzt kann eine Kette mit Holzkugeln oder –elementen vor den Kinderwagen gehängt werden. Zunächst dient es nur als Blickfang, später wird das Baby 

danach greifen.

Spieltrapez: Schon im zweiten Lebensmonat kann das Baby auf einer Spieldecke unter einem sog. Spieltrapez (s. Spielzeug) liegen. Es gibt sehr schöne Ausführungen aus Holz, wobei das Baby zunächst nur schaut, doch schon bald auch mit den Armen in Richtung Holzfiguren schlägt. Später greift es gezielt zu.

 

Im zweiten Vierteljahr

 

Kuckuck-Spiel: Schon bei den Kleinen gehört das Kuckuck-Spiel zu den beliebtesten Spielen. Mutters lachendes Gesicht ist dem Kleinen ganz nahe. Plötzlich ist es weg, versteckt. Trennungsschmerz entsteht. Doch es taucht wieder auf und schon bald begreift das Baby die Angst als Spielspannung und erfreut sich an ihr.

Irgendwann, vielleicht schon im fünften Monat, beginnt das Baby, sich selber etwas über das Gesicht zu ziehen, um es dann erfreut wieder zu entfernen.

Versteckspiel: Aus dem Kuckuck-Spiel ergibt sich allmählich auch das Versteckspiel. Ein Teddy, der unter einer Decke hervorschaut, verleitet das Baby, die Decke wegzuziehen. Kann es das noch nicht alleine, wird der Teddy mit der Frage „Wo ist der Teddy“ wieder hervorgeholt.    

Im zweiten Halbjahr

 

Spielzeug heranziehen: Ein beliebtes Stofftier wird auf eine Decke gestellt, so dass das Baby die Decke erreichen kann. Die ersten Male wird das Baby quengeln und das Tier selber noch nicht erreichen. Irgendwann wird es aber an der Decke ziehen und zerren und sich sehr darüber freuen.

Bänder abwickeln: Großes Staunen löst es bei dem Kind aus, wenn ihm das Ende eines Bandes, das auf einer Rolle aufgerollt ist, in die Hand gedrückt wird und auf einmal immer länger wird!

Ball-Spiele: Bälle aller Art faszinieren Babys. Besonders schön sind weiche Stoffbälle, auf die sich das Baby legen und in die es auch hineinbeißen kann. Sobald sich das Baby etwas fortbewegen kann, sollte der Ball ein kleines Stück weggerollt werden, so dass es den Ansporn hat, hinterher zu robben. Wenn es das noch nicht schafft, sollte der Ball zurückgerollt werden. Das Baby schaut auch gerne zu, wenn ein Ball in die Luft geworfen, auf den Boden getippt oder gekreiselt wird.

Laternen-Wunder: Das warme flackernde Licht einer Laterne begeistert das Kind in diesem Alter. Das Baby darf dabei nie alleine mit der Laterne im Zimmer sein. Laternen können ganz leicht selber gebastelt werden (s. Basteltipps).

Spiegel-Spiele: Alle Kinder lieben Spiegel. Auf dem Arm der Mutter kann das Baby über verschiedene Dinge, die vor dem Spiegel passieren, staunen. Z.B. langsame Bewegungen, das Schneiden einer Grimasse oder das Hochhalten des Babys.

Seifenblasen: Seifenblasen faszinieren jedes Baby. Besonders schön ist es im Freien, wenn das Baby den wegfliegenden Blasen in den Himmel hinterher schauen kann.  

 

 

 

Ohne Greifen kein Begreifen

 

Wenn das Baby zum ersten mal ganz selbständig nach einem Gegenstand greift und es für kurze Zeit in der Hand hält, ist ein wichtiger Schritt getan. Nun kann das Kind alles, was es erreichen kann, genauer betrachten, es mit der Hand abtasten, an den Gegenstand schnuppern und ihn in den Mund nehmen. Greifen bedeutet Begreifen.

Im ersten Vierteljahr betrachtet das Baby zwar erstaunt seine Hände, weiß aber noch nicht, dass sie zu ihm gehören und dass es damit greifen kann.  


 

Im zweiten Vierteljahr

 

Ungefähr im vierten Lebensmonat ist das Baby in der Lage, seine Hände bis zur Körpermitte zu führen. Damit beginnt das Spiel mit den winzigen Händen, an dem sich das Baby erstaunlich lange allein beschäftigen kann. Alles, was dem Baby nun angeboten wird, führt es zum Mund und lutscht, nuckelt und saugt daran. Mit der Zunge wird der Gegenstand abgetastet.

 

Verschiedenartigkeit: Dem Baby sollten jetzt unterschiedliche Materialien in die Hand gegeben werden. Eine weiche Schmusepuppe ebenso wie einen harten Greifring aus Holz, eine glatte Kunststoffrassel ebenso wie einen Beißring mit mehreren Mulden.

(Öko-Test Rasseln und Beißringe s. Verschiedene Tests)

Bewegung: Staunen löst es beim Baby aus, wenn sich an der Rassel oder dem Greifring etwas bewegt bzw. in Schwung gebracht werden kann.

Wagenkette und Spieltrapez: Wie unter den Augenweiden schon erwähnt, wird das Baby jetzt auch nach herunterhängenden Elementen greifen. Ketten für das Bettchen oder die Wickelkommode können auch leicht selber gemacht werden, in dem an einem Band einige Holzkugeln oder kleine Figuren gehängt werden. Es können auch einfach ein paar Teelöffel vor dem Kind aufgehängt werden.

   

Im zweiten Halbjahr

 

Jetzt kann das Baby richtig zugreifen, Gegenstände mit der ganzen Hand umschließen und sie drehen und wenden. Bald kann es auch mit beiden Händen gleichzeitig zwei Dinge erfassen.   

 

Bauklötze: Holzbausteine gehören zum reizvollsten Spielzeug dieser Zeit, vor allem, wenn sie bunt sind. Sie sind klein genug, um von der Babyhand umschlossen zu werden, müssen allerdings größer sein, als der Babymund. Wenn die Bauklötze in einer Pappschachtel aufbewahrt werden, wird das Baby schon bald dorthin robben und sich sehr freuen, wenn es die Schachtel geöffnet und die Bauklötze herausgeschüttet hat.

Natürlich freut sich das Baby auch immer wieder, zu einem aufgebauten Turm hinzurobben und ihn umzustoßen.

Knöpfe drücken: Die Finger können nun Knöpfe drücken. Eine tolle Erfahrung, wenn das Licht an und aus geht oder eine Klingel ertönt.

Schieben und Drehen: Das Baby kann etwas hin- und herschieben. Ein einfaches Auto schieben oder eine Wählscheibe drehen bringt ihm Spaß.

 

Im letzten Vierteljahr entwickelt das Baby zunächst den „Pinzettengriff“ (mit gestreckten Zeigefinger und Daumen nimmt es Dinge auf), später den „Zangengriff“ (jetzt hält es die Finger leicht gebeugt). Dadurch entdeckt das Baby neue Spielmöglichkeiten.

 

Einsammeln: Das Kind liebt es, kleine Dinge aufzusammeln und z.B. über einer Schachtel wieder loszulassen. Z.B. seine Bauklötze oder auch eine Sammlung großer Knöpfe oder Kieselsteine (dürfen nicht in den Babymund passen!). Jetzt ist aber auch Vorsicht geboten, denn es steckt alles, was es findet, in den Mund.       

Fahrzeuge beladen: Bauklötze in einen Lastwagen oder einen kleinen Ball auf ein Transportauto zu legen ist eine wunderbare Beschäftigung. Dabei kann das Fahrzeug beim Krabbeln fort geschoben werden.

Erstes Bauen: Einige Krabbelkinder fangen jetzt auch an, selber ein paar Bauklötze nebeneinander zu legen oder sogar zwei Steine aufeinander. Der erste Schritt zum Turmbau ist getan. Es sollte dem Baby auch immer wieder demonstriert werden.

 

 

Schnupperspiele und Geschmackssachen

 

Zwei Tage alte Babys erkennen den mütterlichen Geruch schon sicher aus sich heraus. Daher soll ein Lammfell bereits vor der Geburt von den Eltern „eingeschlafen“ werden und unruhigen Kindern ein Woll- oder Seidentuch der Mutter vor die Nase gehalten werden. Später mögen Kinder auch ihren eigenen Geruch besonders gern, was den Reiz des geliebten Schmusetuches ausmacht.

Natürlich sind die Möglichkeiten, die neue Welt mit der Nase aufzunehmen, nicht so vielfältig, wie mit Augen, Ohren und Händen, doch auf einige Genüsse kann das Baby schon sensibilisiert werden.

 

Badeschaum: Gelegentlich kann ein wohlriechender Badeschaum benutzt werden, den das Baby riecht und mit dem es gleichzeitig spielen kann.

Duftpüppchen oder –kissen: Duftpüppchen oder –kissen können selbst genäht und gefüllt werden (s. Basteltipps). Verwendet werden z.B. Lavendel- oder Rosenblütenblätter, Gewürznelken und Vanillestangen oder ähnliches.

Blütendüfte: Im Frühling und Sommer kann dem Baby auch einmal eine wohlriechende Blume unter die Nase gehalten werden. Oder die Mutter stellt sich gemeinsam mit der Karre unter einen Rosenbusch und zieht deutlich die Luft in ihre Nase. Dabei drückt sie ihren Genuss aus. Das Kind wird sie nachahmen und den Duft registrieren.

Weihnachtsdüfte: Die Weihnachtszeit bringt viele angenehme Gerüche mit sich. Apfelsinen, die mit Gewürznelken gespickt sind, Bratäpfel, Duftkerzen, gebackene Plätzchen und der Geruch nach Tannennadeln.

 

Schmecken und Würzen

 

Man weiß noch sehr wenig über die Ausprägung des Geschmacksinnes der Babys. Doch die Vermutung liegt nah, dass schon kleine Babys schmecken können. Wenn der Muttermilch z.B. eine Salzlösung beigemischt wird, hört das Baby auf, zu saugen.

Babys haben auch ein anderes Empfinden für Süße, da sie noch nicht „verwöhnt“ sind. Die eigene Süße verschiedener Getreidesorten reicht meist aus, damit das Baby den Brei mag. Die Eßgewohnheiten des Babys prägen seinen Geschmackssinn. Daher sollte speziell im ersten Jahr nicht zu stark gesalzen, gewürzt und gesüßt werden. Letzteres kommt auch den Zähnen zugute.

Es ist gut, bestimmte Geschmacksrichtungen mit bestimmten Speisen in Verbindung zu bringen. Das ist leicht, wenn dem Kind z.B. eine Karotte, ein Zwieback o.ä. in die Hand gegeben wird oder z.B. der Apfel, vom dem es ein Stückchen ist, in seinem Beisein geschält und geschnitten wird.

 

Ab dem ersten Geburtstag

 

Nach dem ersten Geburtstag ändern sich die Spielsachen entscheidend. Das Kind hat nun viele neue Fähigkeiten dazu gewonnen und ändert seine Wahrnehmung.

Bücher bekommen eine sehr wichtige Bedeutung. Auf einmal betrachtet das Baby die Abbildungen länger und intensiver. Pappbücher blättert es selber um und die Eltern können einfache Gegenstände und Tiere anhand der Abbildungen sehr schön erklären. Bald kann das Baby auf die Frage „Wo ist der Hund“ auf das richtige Bild zeigen. Auch der Sprachschatz nimmt zu und vielleicht kann das Baby auch schon das „wau wau“ des Hundes.

Klangvolle Spiele bleiben weiterhin interessant. Dabei kann es laut werden, was dem Baby große Freude bereitet. Erste Musikinstrumente wie z.B. ein Holzxylophon, eine Schellenrassel oder eine Trommel sind altersgerecht.

Ab dem ersten Geburtstag kann das Baby langsam lernen, mit Wachsmalstiften umzugehen. Dabei steht nicht das Produkt auf dem Papier im Vordergrund, sondern die Tatsache, dass das Baby die Stifte als Werkzeug entdeckt.

Mit einem Jahr wird das Interesse am Beladen, Sortieren, Stecken und Bauen stärker und sollte unterstützt werden. Bauklötze behalten ihren Reiz. Dabei steht nach wie vor das Untersuchen der Steine im Vordergrund, erst später konzentriert sich das Kind wirklich auf den Turmbau. Es kann aber schon die verschiedenen Formen unterscheiden. Aus diesem Grund ist ein spezielles Spielzeug sinnvoll, bei dem Würfel, Dreiecke, Kugeln etc. in entsprechende Öffnungen hineingesteckt werden. Auch das Beladen und Auskippen spielt eine große Bedeutung, daher sollte das Baby einen Kipplaster oder Kran besitzen, mit dem es beliebig Bauklötze transportieren kann. Auch eine erste Eisenbahn zum Beladen ist ein schönes Spielzeug.

Die Unterstützung der ersten Laufversuche können die Eltern mit kleinen Spielen wie „in die Arme laufen“ leisten. Aber auch ein Tier an einer Holzstange oder ein Puppenwagen zum Schieben sind schöne Begleiter.

In diesem Alter lernt das Kind auch, sich auf einem Gefährt fortzubewegen. Schön sind ein kleiner Holzroller oder ein sog. Bobby-Car, an dem das Kind noch viele Jahre Freude hat.

 

Sinnvolle und unterstützende Spielsachen sind unter der Rubrik Spielzeug zu finden.

 

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