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Der plötzliche Kindstod ist in Deutschland die häufigste Todesursache in den ersten zwölf Lebensmonaten eines Säuglings Ohne offenkundige Vorwarnung, aus scheinbarer Gesundheit heraus, hören manche Säuglinge im Schlaf einfach auf zu atmen und werden dann von ihren fassungslosen Eltern tot im Bett gefunden. Die Diagnose Plötzlicher Kindstod" ( auch SIDS - Sudden Infant Death Syndrome ) wird immer dann gestellt, wenn für den plötzlichen Tod des Säuglings keine eindeutige Ursache gefunden wird. Bis heute konnte noch nicht geklärt werden, woran die Babys sterben. Allerdings konnten eine Reihe von Risikofaktoren festgestellt werden, wie die Bauchlage eines schlafenden Säuglings, Rauchen während Schwangerschaft, Stillzeit und in Anwesenheit des Säuglings, sowie das Nicht-Stillen. Seit diese Risikofaktoren der breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht wurden, geht die Zahl der Babys, die auf dem Bauch schlafen, stark zurück, und damit auch die Fälle von plötzlichem Kindstod. Aus diesem Wissen heraus ergeben sich folgende Empfehlungen der Akademie für Kinderheilkunde an die Eltern :
(Quelle: http://www.mohren-apotheke-sued.de/stod.htm) Risiko sinkt mit Schnuller und Schlafsack Tabakrauch oft Schuld an plötzlichem Kindstod Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 1.000 Babys am plötzlichen Kindstod, der als häufigste Todesursache im Säuglingsalter gilt. Die Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule in Hannover (MHH) Werner Kleemann (Rechtsmedizin), Martin Schland (Sozialmedizin) und Christian Poets (Kinderarzt) haben für ihre seit 1986 laufende Studie eine Quelle ausgewertet, aus der sich deutliche Anhaltspunkte auf mögliche Risikofaktoren ergeben: die "Niedersächsische Perinatalerhebung". Dabei werden Frauen kurz nach der Geburt ihres Kindes zu verschiedenen Bereichen befragt, u.a. auch zum Zigarettenkonsum. So konnten die Wissenschaftler bei 190 Säuglingen, die zwischen 1985 und 1991 am plötzlichen Kindstod starben und an der MHH abduziert wurden, die Auskünfte der betroffenen Mütter auswerten. Da die Frauen diese Aussagen zu einem früheren Zeitpunkt gemacht hatten, als sie noch nicht durch den Tod ihres Kindes belastet waren, halten die Mediziner diese Angaben für besonders verlässlich. Aus der Perinatalerhebung ergab sich: Rauchen ist ein außerordentlich gravierender, bislang jedoch stark unterschätzter Risikofaktor für den plötzlichen Kindstod. Bereits bei geringem Zigarettenkonsum sei eine deutliche Gefährdung auszumachen, so Christian Poets. Doch rauche die werdende Mutter mehr als 20 Zigaretten täglich, so steige das Risiko rapide an: "Es ist dann mindestens siebenmal höher als bei nichtrauchenden Schwangeren. Zu einem ähnlichen Ergebnis gelangten auch Wissenschaftler um Hillary S. Klonoff-Cohen von der Universitätsstadt San Diego. Die Autoren verglichen die Umgebung von 200 Säuglingen, die zwischen 1989 und 1992 in Südkalifornien dem plötzlichen Tod in der Krippe erlegen waren mit der von 200 gesunden Kindern. Danach sind Säuglinge von rauchenden Eltern dreieinhalbmal so stark gefährdet wie der Nachwuchs von Nichtrauchern. Wenn Betreuer im gleichen Zimmer rauchten, in dem der Säugling schlief, stieg das Risiko auf das Fünffache. Das 23fache Risiko errechnete sich, wenn täglich 21 oder mehr Zigaretten in Gegenwart eines Säuglings geraucht wurden. Das britische Scientific Committee on Tobacco and Health stellte fest, dass der plötzliche Kindstod in einem von fünf Fällen darauf zurückgeführt werden kann, dass die Mutter stark rauche. (Quelle: Nichtraucher-Info Nr. 18 - II/95, Nr. 32 - IV/98 herausgegeben von der Nichtraucherinitiative Deutschland e.V. (NID) aus Stuttgarter Zeitung vom 26.11.94 und Dithmarsche Landeszeitung vom 09.03.95)
Die wichtigsten Vorkehrungen zur Risikoreduzierung 1. Legen Sie Ihr Kind auf den Rücken, benutzen Sie einen Schlafsack. 2. Rauchen Sie nie in der Nähe des Babys und in den Schlafräumen oder der Wohnung. 3. Verzichten Sie auf Kissen (auch Kopfkissen) und Stofftiere im Bett des Babys und halten Sie die Zimmertemperatur bei rund 18° Celsius. Wenn Ihr Baby krank ist, zum Beispiel eine Erkältung hat, sollten Sie es beobachten, unter Umständen sogar zu sich in das Bett holen, denn es kann passieren, dass sich ihr Kind übergeben muss oder Atemnot bekommt. |