Zufütterung von Breien

Die folgende Tabelle zeigt das Zeitschema, wenn sechs Monate voll gestillt wird:

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12.

Muttermilch

Gemüse-Fett-Brei (mittags)  
  Vollkorn-Obst-Brei o. Milch (vormittags und nachmittags)
  Vollmilch-Getreide-Brei mit Obst (abends)  
  Zwischenmahlzeit  

Vollmilch-Getreide-Brei (morgens) oder Muttermilch  

 

Begonnen werden sollte immer mit dem Gemüse-Fett-Brei (Zutaten s.  Breirezepte). Als zweite Mahlzeit kann z.B. auch mit der Abendmahlzeit begonnen werden. Die aufgezeigte Reihenfolge eignet sich aber dafür, dem Baby zunächst tagsüber das Saugen an Brust oder Flasche abzugewöhnen. Außerdem ist es morgens bequem, möglichst lange zu stillen.

Wenn statt Muttermilch Säuglingsanfangsnahrung gegeben wird, sollte ab dem 5. Monat mit dem Zufüttern des Gemüse-Fett-Breis begonnen werden.

ACHTUNG: Vor dem 6. Monat darf der Säugling keine glutenhaltige Nahrungsmittel wie Getreideprodukte erhalten. Falls bereits ein Milchbrei gegeben wird, dann aus Halbmilch (Hälfte Wasser, Hälfte Milch) und mit Schmelzflocken oder Reisschleim. Ab dem 6. Monat kann ein Vollmilchbrei mit Grieß oder Vollkornflocken gefüttert werden. Der Vollkorn-Obst-Brei ohne Milch wird ab dem 7. Monat gegeben, daher nach der Mittagsmahlzeit zunächst die Abendmahlzeit einführen

Der Vormittags- und Nachmittagsbrei kann zwischen dem 10. und 12. Monat von Zwischenmahlzeiten ersetzt werden bestehend aus Vollkornkeks, Brot, Vollkornzwieback oder Obst, Rohkost und Tee bestehen.

Wenn morgens feste Nahrung gegeben wird, braucht das Baby keinen Vormittagsbrei mehr.

Über die Zugabe von Fleisch gibt es verschiedene Meinungen. Fleisch enthält wichtige Eiweißbausteine, Eisen und B-Vitamine, die aber auch in Milch, Ei, Getreide sowie in einigen Gemüsesorten enthalten sind. Allerdings ist die Eisenaufnahme für den Körper schwieriger, wobei negative Folgen bislang noch nicht nachgewiesen sind. Da die Meinungen zwischen fleischfrei und Fleischzugabe an 5 Tagen der Woche schwanken, ist vielleicht der Mittelweg zu empfehlen. 

Ab dem 10. Monat kann morgens und abends damit begonnen werden, statt Brei auch Brot und Milch zu geben.

Solange der Säugling voll gestillt wird, muss er i.d.R. nichts zusätzlich trinken. Die Milch stellt sich automatisch auf klimatische Veränderungen wie z.B. Hitze ein und wird durstlöschender. Wenn dennoch zusätzlich Flüssigkeit gegeben werden soll, dann abgekochtes Wasser oder ungesüßten Tee. Keine Säfte.

 (Zutaten für Gemüse- und Milchbreie s. Breirezepte)

Appetit und Essgewohnheiten des Babys

1. – 4. Monat:

In diesen Monaten trinkt der Säugling ausschließlich Muttermilch oder Säuglingsnahrung. Im 2. und 3. Monat ist der Appetit oft stärker als der Bedarf, so dass überschüssige Milch oft ausgespuckt wird.

5. – 8. Monat:

Zwischen 5. und 7. Monat wird der Mittagsbrei eingeführt. Am 1. Tag drei Löffel, am 2. Tag 5 Löffel, weitere 5 Tage ein dreiviertel Gläschen jeweils mit anschließender Milch- bzw. Flaschenmahlzeit. So gewöhnt sich der Magen an die neue Nahrung. Zunächst erhält das Baby ausschließlich Karotte/Kartoffel, nach zwei Wochen auch anderes Gemüse.

Mit dem Einführen der festen Mahlzeiten wird es auch wichtig, ein festen zeitlichen Rhythmus einzuhalten, so gewöhnt sich das Baby besser an die neuen Umstände.

Da die meisten Babys zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Hochstuhl sitzen können, kann in der Wippe oder in der Autobabyschale gefüttert werden.

9. – 12. Monat:

Wenn das Baby fest im Hochstuhl sitzen kann, sollte es an den Mahlzeiten der Eltern teilnehmen. Nicht immer werden die Zeiten zusammenfallen, aber zumindest wird etwas kleines Essbares für das Baby dabei sein (Brotstückchen, Obst, etc.). Das Baby hat das Gefühl, es gehört dazu und schaut sich eine Menge von den Eltern ab. Außerdem ist es wichtig, immer wieder „Fingerfood“ zu geben, denn das Baby entwickelt ein Gefühl für das Abbeißen und Kauen. Zum Ende des ersten Jahres kann man ihm ein paar Stückchen auf seinen eigenen Teller (Plastik!) legen, damit es selber greift und zum Mund führt.

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