|

Ein Neugeborenes benötigt nicht vom ersten Tag an ein eigenes
Zimmer. Im Gegenteil, in Ihrer Nähe wird es sich in den ersten Monaten am
wohlsten fühlen. Ein Platz zum Schlafen, eine Wickelkommode und Platz für die
Babysachen, das ist alles was Sie in den ersten Monaten brauchen.
Das
Babybett
In den ersten Monaten fühlt sich Ihr Baby in einer Wiege oder einem Babykorb
wohler als in dem verhältnismäßig riesigen Kinderbett. Soll es dennoch schon
im Kinderbett schlafen, können sie ein Stillkissen am unteren Bettende mit ins
Bett legen, um es so etwas zu verkleinern. Fangen die Kinder an sich im Bett zu
bewegen, sollte man das Kissen aus dem Bett nehmen. Kopfkissen benötigen Kinder
erst wenn sie selbst anfangen sich ständig ein Kuscheltier oder ähnliches
unter den Kopf zu legen. Für den Anfang ist das flache Liegen im Bett am Besten
für das Kind. Ein zusammengerolltes Moltontuch oder Handtuch hält es in den
ersten Lebenswochen in der empfohlenen Seitenlage (Seite immer mal wieder
wechseln). Im Babymarkt gibt es auch spezielle Keilkissen zu kaufen. Wer sich
keine Wiege kaufen möchte, kann auch einen schönen Weiden -Wäschekorb
umfunktionieren (Tipp: Wenn Sie den Korb mit stabilen Seilen kippsicher an der
Decke befestigen - unbedingt auf Sicherheit achten - können sie das Kind darin
wunderbar in den Schlaf schaukeln). In diesem gepolsterten Wäschekorb von 80-90
cm Länge sind die Kinder die ersten 6 Wochen gut aufgehoben. Ab dem 4. oder 5.
Monat kann das Kind dann gut in einem Kinderbett (50x100 cm ) schlafen. Einige
Fachgeschäfte verleihen Wiegen. Oft kann der Mietpreis später vom Kaufpreis
des Kinderbettes abgezogen werde. Achten Sie beim Kauf des Kinderbettes auf
Verarbeitung und Sicherheit. Die Gitterstäbe dürfen beispielsweise maximal 7,5
cm Abstand zueinander haben, damit Babys Kopf nicht hindurch passt. Gut ist es
auch, wenn das Bett ‘mitwachsen’ kann.
Die
Matratze sollte fest und möglichst
aus Latex (Naturkautschuk) oder notfalls auch Schaumgummi sein. Alle übrigen
Naturprodukte sind zu hart, z.B. Seegras, Rosshaar, Kokos oder Kapok. Auch Wolle
und Baumwolle liegen sich nach kurzer Zeit hart und eignen sich nur als dünne
Auflage für die Latex- oder Schaumstoffmatratze.
Der
Wickeltisch
Suchen Sie sich für Ihren Wickelplatz einen Zugluft geschützten
Platz. Möglich ist im Badezimmer, da dort das Waschbecken in Reichweite ist und
es sich leicht heizen lässt. Bedenken Sie aber, dass man zu Beginn recht
häufig das Baby wickeln wird, dass dies vielleicht der Ort sein wird an dem Sie
es massieren und die ersten Turnübungen machen werden. Da das Baby möglichst
nicht bei 18° gewickelt werden sollte (ideale Schlaftemperatur), empfiehlt es
sich besonders für Winterkinder eine Wärmelampe über dem Wickeltisch
anzubringen. Gut ist es, eine Ablagefläche für Wickel- und Pflegeutensilien in
der Reichweite zu haben. Babys sollten niemals unbeaufsichtigt
auf dem Wickeltisch liegen, da sie leicht herunterfallen können. Oft
unterschätzt man Babys Entwicklung und dann ist es zu spät!
(Betten
und Wickelkommoden s. Babys Möbel)
Spieltrapez:
Gestell an dem Spielzeug zum Schauen und Greifen baumelt. Zum Teil schon
ab 8 Wochen fangen die Kinder an danach zu schlagen und freuen sich, wenn es
hin und her baumelt, sie es greifen können oder es bimmelt.
Krabbeldecken
sind sehr sinnvoll da Babys schon früh immer wieder auf den Bauch gelegt werden
sollen (Vorübung für das spätere Robben und Krabbeln).
Wipper,
die einem Liegestuhl ähneln, sollten Sie vor dem vierten oder fünften
Monat nur Gelegentlich nutzen. Keineswegs sollten Sie die Kinder zu früh an den
Wipper gewöhnen, da er die Bewegungsfreiheit einschränkt und zu Verkrümmungen
der Wirbelsäule führen kann.
In den Hochstuhl
gehören nur Kinder die von allein sitzen können ( ca. 10 Monate).
(Weitere Informationen s. Babys
erste Monate / Schlafen, Liegen, Sitzen)
Schön ist es, einen warmen Farbton für Vorhänge, Himmel oder
Wände zu wählen. Es vermittelt gleich Behaglichkeit und das Baby fühlt sich
wohlig warm.
Schadstoffe
Eine unsichtbare Gefahr für die Gesundheit Ihres Kindes sind
Schadstoffe in Aufenthaltsräumen, Bekleidung und Spielsachen. Verwenden Sie
umweltfreundliche Farben und Lacke (s. Naturfarben) und achten Sie bei Tapeten
und Möbeln darauf, dass sie Formaldehyd frei sind.
Interessant ist in diesem Zusammenhang die immer wieder aktuell
durchgeführten Untersuchungen von ÖKOTEST und der Stiftung Warentest.
Waschen Sie neue Kleidung, Bettwäsche und auch Stofftiere vor
dem ersten Gebrauch
|
Ausstattungsliste |
|
- |
Wiege oder
Kinderbett |
|
- |
feste Matratze |
|
- |
ALLERGIKER: beim
Kauf der Matratze beraten lassen, welche Materialien
unbedenklich sind. Auf Naturmaterialien sollten Sie dann verzichten -
also auch kein Lammfell |
|
- |
Lammfell, wärmt
im Winter, kühlt im Sommer - nicht für Allergiker |
|
- |
Wolldecke, 80 x
80 cm, im Winter eine dickere aus Schurwolle, im Sommer eine leichtere
aus Wolle und Seide, zum Einpucken |
|
- |
leichte Woll-
oder Daunendecke 80 x 80 cm |
|
- |
3 Bettbezüge |
|
- |
3
Matratzenbezüge |
|
- |
3 Bettlaken, am
besten Spannbettlaken |
|
- |
evtl.
Kinderschlafsack (etwas größer) |
|
- |
3 Bettbezüge |
|
- |
evtl.
Schlafnestchen |
|
- |
2 wasserdichte Moltonunterlagen, falls das Baby mal spuckt |
|
- |
KEINE extra
Badewanne, Baby lässt sich meist wunderbar im Waschbecken abbrausen
oder baden, später mit wenig Wasser, unter Aufsicht, in der normale
Bade- oder Duschwanne |
|
- |
KEINE Waage, zu
Beginn kontrolliert die Hebamme das Gewicht, anschließend nur
auf Empfehlung des Arztes bzw. der Hebamme notwendig (z.B. wenn das
Kind unruhig und zu wenig trinkt und nicht zunimmt) |
|
- |
Kirschkern- oder
Getreidekissen, Achtung! Wärmflaschen können auslaufen,
Brandblasen Gefahr |
|
- |
Wickelkommode
mit Wickelauflage |
|
- |
Wärmelampe für
Babys, 350 Watt, 3 Stufen Heizstrahler, 300-600-900 Watt, im
Sommer nicht unbedingt notwendig |
|
- |
evtl.
Waschschüssel, falls kein Wasseranschluss direkt in Wickelnähe |
|
- |
Windeleimer mit
Deckel (für Weckwerfwindeln) |
|
- |
Bequem ist es
manchmal das Kind in einer Tragetasche (nur Baby-Björn)
oder Snugli-Glückskäfer (USA) da von Orthopäden empfohlen) oder Tuch zu tragen (lassen Sie sich genau zeigen, wie es zu binden geht). |
| |
|
| |
Sonstiges |
|
- |
Mobile, das über
dass Bett oder Wickeltisch gehängt wird, Kinder lieben das bewegte
Spiel |
|
- |
Spieluhr und
kleines Lieblingskuscheltier (waschbar) |
|
- |
Baby-Phone |
|
- |
Spieltrapez |
|
- |
Krabbeldecke |
| |
|
Viele
nützliche Dinge haben wir bei mytoys.de gesehen. Z.B.
Wickel-Bade-Kombinationen, Kirschkernkissen, Bettausstattungen und vieles
mehr.
Bitte hier klicken: |
|
 |
|
Im Auto
Autositz ist Pflicht. Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr,
die kleiner als 1,50 m sind, müssen in Deutschland eine geeignete
Rückhaltevorrichtung nutzen. Ab 13 Jahren oder einer Körpergröße über 1,50
m dürfen sich Kinder wie Erwachsene anschnallen.
Gruppe 0
bis 10kg ca. bis 9 Monate
Gruppe 0+
bis 13kg
Gruppe 1
9-18kg ca.
9 Monate bis 4 Jahre
Gruppe 2
15-25kg ca.
bis 6-7 Jahre
Gruppe 3
22-36kg ca.
bis 12 Jahre
Babyschalen
lassen sich für die Neugeborenen mit Sitzverkleinerungen so umrüsten, dass
Ihr Baby liegt und nicht sitzt. Mit Nackenhörnchen oder gerolltem Handtuch können
Sie das Köpfchen zusätzlich stützen. Wenn Ihr Wagen über eine
Beifahrerairbag verfügt, gehört die Babyschale auf jeden Fall auf den Rücksitz.
Sitzschalen der Gruppe 1 werden an
den PKW-Gurten befestigt, bei Sitzen der Gruppe
2 handelt es sich um Sitzschalen oder -kissen, die ebenfalls am Gurt
befestigt sind. Sitze der Gruppe 3
sind meist Sitzkissen, welche die Position des Kindes so erhöhen, dass es den
Gurt gut nutzen kann.
Achten sie darauf, dass der Sitz von dem TÜV getestet wurde oder
die GS-Sicherheitsplakette hat, dass er nach der ECE-Norm R 44/03 zugelassen ist
und die angegebene Gewichtsklasse die Ihres Kindes entspricht.
Für Gruppe 0 und 1 können wir bisher die Babyschale von
Maxi-Cosi, Chicco
und Römer empfehlen, sowie die Kindersitze
von Römer King, bzw. Maxi-Cosi Priori. Beim Kauf sollte man unbedingt das
Anbringen im Auto testen (die Längen der Gurte schwanken erheblich), und ob das
Kind gut in den Sitz passt.
Lassen Sie Ihr Baby NIEMALS alleine im Auto!
Im Kinderwagen
Für die Allerkleinsten ist am besten ein Kinderwagen
mit durchgehender Liegefläche. Ob Sie einen mit Einsatzschale (Softtasche oder
feste Tragetasche) oder abnehmbaren Oberteil wählen muss nach eigenem Gebrauch
entschieden werden. Lassen Sie sich im Fachgeschäft gut beraten und probieren
Sie die verschiedenen Modelle aus. Zum Teil kann man auch sehr gut erhaltene
Kinderwagen aus zweiter Hand kaufen, wobei gut auf den Zustand der Achsen und
Räder geachtet werden muss.
Praktisch sind Kinderwägen, die sich zur Karre umrüsten lassen,
so kann man sie bequem 1 oder 2 Jahre fahren. Planen Sie Kinder in kurzen
Abständen ist gut zu wissen, dass der Geschwistersitz sich nur
auf feste Schalen befestigen lässt. Erkundigen Sie sich im voraus.
Buggys
werden erst ab 1 Jahr empfohlen, da sie in den meisten Fällen sehr viel
schlechter gefedert sind als die normalen Kinderwägen.
Bei der Wahl können Sie sich anhand des TÜV- oder GS- Zeichens
vergewissern, ob das Modell keine bedeutsamen Sicherheitsmängel aufweist.
Kontrollieren Sie die Kippsicherheit und wie leicht er sich auf- und zuklappen
lässt. Überprüfen Sie die Sicherung eines unerwarteten Zusammenklappens.
Wichtig ist auch, ob sich die Bremsen gut betätigen lassen. Wollen Sie evtl.
ein Kiddy-Board benutzen, erkundigen Sie sich im voraus ob es an dem Modell
möglich ist.
Tragen
Bequem ist es manchmal das Kind in einer Tragetasche (nur
Baby-Björn oder Snugli-Glückskäfer (USA) da von Orthopäden empfohlen) oder
Tuch zu tragen. Bei Tüchern sollten Sie sich beim Kauf genau zeigen lassen wie
es zu binden geht.
Beste Erfahrungen haben wir mit Baby-Björn gemacht, der sich
schnell, ohne Hilfe, anlegen und abnehmen lässt und das Kind zu einem selbst
gerichtet oder Ausschau haltend getragen werden kann. Aber wie oft gilt hier die
eigene Entscheidung, auf jeden Fall vor dem Kauf gut ausprobieren!!!
|